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Eikon

Regie: Arthur Cantrill    → Biografie anzeigen   
Regie: Corinne Cantrill    → Biografie anzeigen   
Land: Australien
Jahr: 1969
Synopsis: „Ein Triptychon, in dem das zentrale, kontemplative Bild einer vor goldenem Sydney-Sandstein gefilmten ruhenden Frau von zwei seitlichen Bildern flankiert wird, die jeweils die gleiche Figur darstellen, deren konstante Bewegung entlang einer Küstenumgebung jedoch in Kontrast zum mittleren Bild steht. Die Gestaltung dieser säkularen Ikone ist von Ikonen der traditionellen Orthodoxen Kirche beeinflusst, bei denen eine Heiligenfigur von farbenfrohen Bildern irdischer Aktivität umrahmt wird. Die Bildgestaltung wurde durch Weitwinkel-Objektive und Dreifachbeleuchtung der exakt 100 Fuß (31 m, Anm.) langen Filmrolle ermöglicht. Ein solches Vorgehen erforderte das Planen und Redigieren in der Kamera selbst, da im Nachhinein kein Editing mehr möglich war. Als Indikator dafür, dass der Film auf nur einer einzigen Filmrolle gemacht wurde, stehen die orangenen Einfärbungen an beiden Enden des Filmmaterials. Die originäre Tonkomposition von Arthur Cantrill ist ein auratisches Äquivalent des Bildes: eine geloopte Soprannote, die das zentrale Bild repräsentiert, wird mit zwei Aufnahmen improvisierten Violinspiels, die für die seitlichen Bilder stehen, gemischt. Eine CD-Stereo-Version zentriert die Frauenstimme und teilt die Violinstimmen nach links und rechts auf.“ (Cantrill Filmnotes)

EIKON ist eine weltliche Film-„kone“, deren Gegenüberstellung der goldenen Farbe des kontemplativen Mittelteils (in einem Take aufgenommen) und den künstlich kolorierten Bildern an den Seiten, Darstellungen weltlichen Treibens, Ikonen alter orthodoxer Kirchen nachempfunden ist. Die „Echtzeit“ des zentralen Bildes wird hierbei mit der fragmentarischen und sich überlappenden Zeit der seitlichen Bilder kontrastiert. Die Arbeit wurde in einem Zug auf einer einzigen Filmrolle ohne nachträgliche Montage hergestellt, durch die Nutzung eines Weitwinkelobjektivs und durch das Zurückspulen des sich noch in der Kamera befindlichen Filmmaterials, um die beiden seitlichen Bilder hinzuzufügen. Der Ton, eine geloopte Soprannote mit improvisierter Violine, verbindet sich mit Bild im Zentrum und an den jeweiligen Seiten.

„(…) fantasievolle, visuelle Harmonie zeitloser Elemente, die in einem Triptychon der Schauspielerin Sharman Mellick ineinanderfließen – die zentrale meditative Figur, mit den Seitenflügeln voller Bewegung – Fels, Haut, Frau, Mädchen, Wasser, Himmel, Menschen, Gold, Farbe, Licht, Haar, Wind, Sonne, Blätter. Ein wunderschöner Film.“ (Mass Media Review, Winter 1970)
Sprache: Kein Dialog
Schlagworte: Experimentalfilm

Technische Angaben

Format: DVD
Verleihstatus: Ausleihbar
Fassung: OF
Auflösung: 720x576
Größe: 245 MiB
Container: MPEG-PS
Codec: MPEG-2, AC-3
Laufzeit in Minuten: 4
Farbe: Farbe
Ton: Stereo
Bildformat: 1:1,33
Bilder pro Sekunde : 30