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B-Aktie

Serientitel: A-Clip I - Berlin 1997 (Folge 1)
Land: Deutschland
Jahr: 1997
Synopsis: Gezeigt werden Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft, die mit der Hand einen Kreis in die Luft malen. Man hat sie offenbar dazu aufgefordert. Im Film entsteht durch diese Reihung der Eindruck von Zusammengehörigkeit. Darüber spricht jemand von der Umwandlung öffentlicher Räume in privatisierte Konsumzonen, die Stadt als Aktie. Ein Polizist, eine Dame im Pelz, einen Bauarbeiter, eine kleine Gruppe Arbeitnehmer bei der Mittagspause - die Privatisierung der Innenstädte betrifft sie alle.

STAFFEL I (1997) Die Innenstadt-Aktionen, die vom 2.-8. Juni 97 stattfinden, werden begleitet von neun, durchschnittlich einminütigen Spots, die in einer Reihe von Kinos zwischen Werbeblock und Hauptfilm laufen. Die A-clips verstehen sich als Kommentar zu derzeitigen Veränderungen in den Innenstädten. Die Produzentinnen der Spots sind in der Hauptsache Gruppen und einzelne Akteurinnen aus linkspolitischem autonomem und kulturellem Feld. Es ist kein Zufall, dass Kino ein bevorzugter Ort unterschiedlicher Öffentlichkeiten ist. Kino ist nicht nur ein Erlebnis auf der Leinwand. In der Verkoppelung von Kommerz und Spielfilmhandlung verdichten sich individuelle und kollektive Wünsche und Sehnsüchte. Wenn Werbung und Vorfilm den Kinosaal in ein Halbdunkel tauchen, entsteht eine Atmosphäre der Kommunikation: Meinungen zu einzelnen Spots werden sehr viel deutlicher geäußert als während des Hauptfilms. Hier schließen die A-Clips an, insofern sie Aspekte urbanen Lebens zur Diskussion stellen, die aus der herrschenden Bilderproduktion herausfallen.

Technische Angaben

Format: 35mm
Verleihstatus: Ausleihbar
Laufzeit in Minuten: 1
Ton: Dolby SR
Bildformat: 1:1,85
Bilder pro Sekunde : 24
Gewicht: 0.2
Anzahl Akte: 1