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A Memorial, a Synagogue, a Bridge and a Church

Regie: Maya Schweizer    → Biografie anzeigen   
Land: Deutschland
Jahr: 2012
Synopsis: DAS DENKMAL: "The Holocaust Monument" steht auf dem Rybné námestie, dem Fischplatz in Bratislava, Hauptstadt der Slowakei. Das Denkmal, eine fünf Meter hohe Bronzestatue aus geschweißter und gegossener Bronze, wurde 1996-97 von dem slowakischen Künstler Milan Lukac an der Stelle einer ehemaligen Synagoge errichtet. Ein zerbrochene David Stern ist mit Metallresten verschweißt. Eine Inschrift mahnt: "Zachor" - "erinnere dich!". Die Skulptur wurde zum Andenken an die 70.000 deportierten und ermordeten slowakischen Juden errichtet. Hinter dieser Skulptur steht eine Wand, vom Architekten Peter Zalman im Jahr 1995 erbaut, auf welcher eine symbolische Abbildung der Synagoge eingraviert ist. So Gunnar Strunz: "Genau hier stand auch die große, 1894 von Dionys Milch im maurischen Stil erbaute große Preßburger Synagoge, an die ein eingraviertes Bild in einer großen schwarzen Basaltwand erinnert. Auf der Gravur ist die Synagoge in falscher Blickrichtung dargestellt, denn ihre Türmen waren nach Westen ausgerichtet." DIE SYNAGOGE: Die Synagoge wurde 1894 von Dionys Milch im Maurischen Stil gebaut. Benannt ist sie nach der neologen Glaubensrichtung innerhalb des Judentums im damaligen Königreich Ungarn. Die Synagoge am „Fischplatz" hatte ein ähnliches Schicksal wie der jüdische Friedhof mit der Ruhestätte Chatam Sofers: 1968 wurden Teile des ehemaligen Ghettos wie auch der Tempel abgerissen, um eine neue Donaubrücke zu errichten. Die ursprüngliche Synagoge, wurde 1893 nach dem Projekt vom Architekten D. Milch mit einem rechteckigen Grundriss gebaut und ersetzte den seit dem 18. Jahrhundert bestehenden Gasthof namens „Sonnenhaus“. Sowohl Motiv als auch Dekoration waren orientalisch gestaltet. Im Inneren befand sich eine Orgel, die Frontseite flankierten zwei Ecktürme im Maurischen Stil. Die Synagoge blieb nach dem Zweiten Weltkrieg unbeschädigt und es bestanden Pläne, ein jüdisches Museum im Gebäude zu errichten. Dies wurde jedoch nicht durchgeführt. Stattdessen wurde das Gebäude in den 1960er Jahren vom slowakischen Fernsehen als temporäres Fernsehstudio benutzt. Als man den Bau der Neuen Brücke beschloss, begann der weitgehende Abriss des damaligen Stadtviertels Podhradie, um Platz für die Zufahrtsstraßen und die Brücke selbst zu schaffen. Ohne ersichtlichen Grund – die Synagoge lag nicht auf der Ebene der Brücke – wurde sie 1969 endgültig abgerissen. Manche Meinungen besagten, dass die Demolierung der Synagoge auch aus antijüdischen Gründen der kommunistischen Regierung erfolgte. DIE BRÜCKE: Die Neue Brücke (slowakisch Novy Most) in Bratislava ist eine zwischen 1967 und 1972 nach einem Entwurf von A. Tesár, J. Lacko und I. Slamen errichtete Straßenbrücke über die Donau. Sie ist als asymmetrische Schrägseilbrücke mit einer Hauptspannweite von 303 m ausgeführt. Ihre Stahlkonstruktion hängt an Seilen, die auf der Seite von Petrzalka in zwei Pfeilern verankert sind. Die Gesamtlänge der Donaubrücke beträgt 430,8 Meter, die Breite 21 Meter und ihr Gewicht 7.537 Tonnen. Im Jahr 2001 wurde die Brücke zum „Bauwerk des Jahrhunderts“ erklärt. Beim Bau wurde ein Teil der Altstadt (z.B. jüdisches Viertel und neologe Synagoge) abgerissen, um Platz für Zubringer und die Brücke selbst zu schaffen. Als man den Bau der Neuen Brücke beschloss, begann der weitgehende Abriss des damaligen Stadtviertels Podhradie, um Platz für die Zufahrtsstraßen und die Brücke selbst zu schaffen. DIE KIRCHE: (St.-Martins-Dom) Die Kathedrale des Heiligen Martin (slowakisch Katedrála svätého Martina), auch Martinsdom (slowakisch Dóm svätého Martina) genannt, ist die dem Heiligen Martin von Tours geweihte Kathedrale in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Die im gotischen Stil errichtete Hallenkirche ist das größte Kirchengebäude der Stadt und befindet sich am westlichen Rand der Altstadt, am Fuße des Burghügels. Sie ist seit 2008 die Kathedrale des Erzbistums Bratislava. 1760 wurde der Turm von einem Blitz getroffen, weshalb er durch einen Neubau ersetzt werden musste. 1835 zerstörte ein Brand den Turm, der 1847 wieder aufgebaut wurde. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kathedrale zwischen 1869 und 1877, als man die barocken Elemente weitgehend entfernte und das Gebäude in den ursprünglichen Zustand im gotischen Stil zurückversetzte. Heute führt eine Stadtautobahn wenige Meter am Dom vorbei und wird bedroht durch die Vibrationen des LKW-Verkehrs auf der Rampe der nahe gelegenen Brücke. Eine Baustelle am Turm zeigt die dauerhaften Renovierungsarbeiten des Doms auf.

Technische Angaben

Format: Datei
Verleihstatus: Ausleihbar
Auflösung: 1920x1080
Größe: 2,22 GiB
Container: QuickTime
Codec: HDV, PCM
Laufzeit in Minuten: 12
Farbe: Farbe
Ton: 2.0
Bildformat: 1:1,85
Bilder pro Sekunde : 25