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Diaries, Notes and Sketches: Lost, Lost, Lost

Regie: Jonas Mekas    → Biografie anzeigen   
Land: USA
Jahr: 1976
Synopsis: „Die sechs Rollen von DIARIES, NOTES AND SKETCHES entstammen den Jahren 1949-1963. Sie beginnen mit meiner in New York im November 1949. Die ersten beidne Rollen behandeln mein Leben als junger Dichter und 'displaced person' in Brooklyn. Sie zeigen die Gemeinde der litauischen Einwanderer, ihr Bemühen, sich einer neuen Lage anzupassen und ihre tragisch scheiternden Versuche, die Unabhängigkeit ihres Heimatlandes zu erreichen... Der Zeitraum, mit dem ich mich auf diesen sechs Rollen beschäftige, war eine Zeit der Verzweiflung und angestrengter Bemühungen, in einem neuen Land Wurzeln zu schlagen und neue Erinnerungen zu schaffen. Auf diesen leidvollen Rollen wollte ich Gefühle ausdrücken, die man im Exil erfährt und die ich damals erlebte. Sie zeigen meine eigenen Frustrationen und Ängste und den Entschluß, von Brooklyn nach Manhattan zu gehen.“ (Jonas Mekas) Ein wichtiger Schritt auf dem Wege vom Einwandereramt zur Blütezeit des unabhängigen New Yorker Filmbetriebs erfolgt zwischen Rolle 2 und 3. Rolle 2 endet mit dem ersten englischen Lied auf der Tonspur: einem Tango, 'Kiss of Fire'. Mekas bringt damit sein Gefühl zum Ausdruck, daß, wenn etwas für Litauen getan werden könnte, es von den Litauern selbst getan werden müsse – das soll gewiß nicht heißen, daß er nun 'Amerikaner' geworden ist, sondern 'Nicht-Nicht-Amerikaner'. 'Kiss of Fire' beeindruckt nicht nur deshalb, weil es die erste amerikanische Musik im Film ist, sondern wegen der Stelle, an der es auftaucht. Mekas will Brooklyn (Litauen oder eher die Hoffnung auf Rückkehr nach Litauen) aufgeben für Manhattan (die Vereinigten Staaten; er ist kein Fremder mehr, wenn auch nicht richtig 'zu Hause')... Mekas Film geht darauf aus, ihn selbst als Dokumentaristen und Analytiker wie auch als Gegenstand der Dokumentation und Analyse zu dokumentieren und zu analysieren. In dieser Form scheint Mekas seine endgültige Art des 'Schreibens' gefunden zu haben, eines Schreibens mit Film... LOST ist ein besonders eindrucksvoller Film wegen der Distanz zwischen dem Jonas Mekas, der filmte - schrieb – dem im Film verwendeten Filmmmaterial, und dem Jonas Mekas, der den Film in den siebziger Jahren zusammenstellte.“ (Alan Williams)
Sprache: Englisch
Forumsjahr: 1976
Forumskatalog PDF: Download
Schlagworte: Experimentalfilm

Technische Angaben

Format: 16mm
Verleihstatus: Ausleihbar nach Rücksprache
Fassung: OmU
Sprache der Untertitel: Deutsch
Laufzeit in Minuten: 172
Farbe: S/W-Farbe
Ton: Lichtton
Bildformat: 1:1,33
Bilder pro Sekunde : 25
Länge in Meter: 1877
Gewicht: 8.6
Anzahl Akte: 3