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Im Park

Regie: Karl Heil    → Biografie anzeigen   
Land: Deutschland
Jahr: 2004
Synopsis: IM PARK lenkt den Blick auf das Besondere im Alltäglichen. In einer statischen Einstellung dokumentiert der Filmemacher das Kommen und Gehen der Menschen am Lietzenseepark: der See und die Wiese, ein prächtiger Baum, der Gehweg und das Walddickicht sind die einzelnen Bildkomponenten der Szenerie, die durch die Veränderung des Bildausschnitts jeweils ins Zentrum gelangen. Dann wird unvermittelt, dem Zufall des Augenblicks geschuldet, das Off Teil der filmischen Realität, ein Mann, der sich tanzend durch das Bild bewegte, beginnt ein Gespräch mit dem Filmemacher, befragt ihn nach seinem Leben, seiner Tätigkeit und beginnt selbst aus seinem Leben zu erzählen. Erst retrospektiv kann man die zunächst fremde Stimme einer Figur zuordnen, die wieder auftaucht und so zum Protagonisten des Films wird: Sein Name ist Michael. Der Charme dieser Szene entfaltet sich in der Ernsthaftigkeit, mit der der Künstler wiederholt seine Tätigkeit dem in diesem Metier unkundigen Michael zu vermitteln versucht, kein vorgefertiger Dialog könnte den diesem Zwiegespräch innewohnenden Witz so gelungen vermitteln, wie die Realität selbst. In einer der nächsten Szenen wird die Poesie der Ereignisse zum Beweis für den real existierenden Monsieur Hulot und seine Welt. Mittels der Technik des Splitscreen wird der realitäsnahe Gestus der Filmbeobachtung aufgebrochen, die animierte Einbindung der Kasperle-Familie (die Hohensteiner), die wiederholt durch das Bild zu schweben scheinen, eröffnet eine zusätzliche Bedeutungsebene, die das naturalistische Landschaftsbild in einen neuen Kontext einbindet.
Sprache: Deutsch
Schlagworte: Experimentalfilm

Technische Angaben

Format: MiniDV
Verleihstatus: Ausleihbar nach Rücksprache
Fassung: OF
Laufzeit in Minuten: 51
Farbe: Farbe
Bilder pro Sekunde : 25
Anzahl Akte: 1