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He Stands in the Desert Counting the Seconds of His Life

Regie: Jonas Mekas    → Biografie anzeigen   
Land: USA
Jahr: 1985
Synopsis: „HE STANDS IN A DESERT COUNTING THE SECONDS OF HIS LIFE ist eine Fortsetzung meiner Filmtagebücher. Das Material stammt aus der Zeit von 1969 bis 1984. In dieser Zeit drehte ich allerdings viel mehr Material als das, was Sie in HE STANDS...sehen. In diesen Film habe ich nur das eigentlich 'unpersönliche' Material aufgenommen... Er besteht aus 125 Szenen, Kurzportraits von Leuten, Aktivitäten, Ereignissen, Vorfällen außerhalb – oder fast außerhalb – meines Lebens, die ich aus einer gewissen Distanz beobachte. Es gibt auch einige Ereignisse, die aus meinem persönlichen Leben stammen, ich habe sie um des Gleichgewichts willen aufgenommen. Damit sie das unpersönliche Material ein wenig auswärmen.“ (Jonas Mekas) „Zwar sehen wir in dem Film auch Mekas selbst und seine Familie, aber das Hauptgewicht des Films liegt auf vielen anderen Personen, oft sind es Personen des öffentlichen Lebens... von John und Yoko über Andy Warhole bis zu Jackie O. und verschiedenen Kennedy-Kinder. Wir sehen auch viel Material von Leuten, die den Anhängern des unabhängigen Films gut bekannt sind: Peter Kubelka, Hollis Frampton, Ken Jacobs, P. Adam Sitney, Richard Foreman... Mekas behandelt jedoch Jackie O., John und Yoko nicht anders als alle übrigen Personen in seinem Film. Er unterstreicht nicht das materiell Offensichtliche, das Externe; wir sehen wenig von Jackies Apartment; es gibt nur wenige Momente starken, zwischenmenschlichen Dramas. Unsere Aufmerksamkeit wird stattdessen auf den Filmemacher als Autobiographen gelenkt, auf den spezifischen Blick, den Mekas auf jede dieser Peronen hat. Mekas' filmischer Stil beruht auf einer improvisatorischen Methode der 'Komposition in der Kamera'. Er reagiert auf eine Szene, die vor ihm abläuft, indem er einen sehr kurzen Ausbruch von Bildern filmt; oft handelt es sich um einen Aspekt der Szene, der normalerweise nicht betont werden würde... Die Montage ist in ihrem Rhythmus sehr zerklüftet und unregelmäßig. Man kann niemals vorhersagen, wann Mekas eine Einstellung abbricht, ausser vielleicht, indem man rät, wann der am wenigsten wahrscheinliche Zeitpunkt dafür gekommen wäre. Keine Szene, kein Moment kann passiv wahr genommen werden. Jeder der plötzlichen Schnitte tendiert dazu, teils durch den Überraschungseffekt, die betreffenden Bilder mit dem Blitz einer plötzlichen Beleuchtung ins Gedächnis zu brennen... Die passive Wahrnehmung der übermäßig determinierten Bildstrukturen der konventionellen Bildarten werden ausgelöscht.“ (Fred Camper)
Sprache: Englisch
Forumsjahr: 1986
Forumskatalog PDF: Download
Schlagworte: Experimentalfilm

Technische Angaben

Format: 16mm
Verleihstatus: Ausleihbar
Fassung: OmU
Sprache der Untertitel: Deutsch
Laufzeit in Minuten: 149
Farbe: Farbe
Ton: Lichtton
Bildformat: 1:1,33
Bilder pro Sekunde : 24
Länge in Meter: 1627
Gewicht: 7.45
Anzahl Akte: 3