Hans Richter→ Biografie anzeigen← Biografie schließen Geboren 1888 in Berlin, besuchte Hans Richter 1908 die Hochschule für Bildende Künste in Berlin, 1909 die Weimarer Akademie und wurde als Mitarbeiter der »Aktion« (1914) und der züricher DADA-Bewegung (1917) aktiv. 1918 begegnet der dem schwedischen Maler Viking Eggeling und gemeinsam mit ihm entstand 1919 das erste malerische 'Rollenbild'. 1922 gründet Richter eine „Konstruktivistengruppe“, zu der u.a. Doesburg, Lissitzky, Mies van der Rohe, Eesteren, Eggeling, Mohogly und Graeff gehörten. Richter veröffentlichte von 1923 bis 1926 mit »G« die erste moderne Kunstzeitschrift Deutschlands. 1940 emigrierte Richter in die USA, wo er u.a. Direktor des Filminstitutes des New York City College wurde.
„Das Werk Hans Richters (von 1888, Berlin – 1976, Locarno/Schweiz) gibt einen ausgezeichneten Querschnitt durch die Strömungen der europäischen Filmavantgarde vom Dadaismus bis zum Surrealismus und ist selbst ein essentieller Teil dieser Bewegung. Hans Richters frühe Kurzfilme aus den Zwanziger Jahren können als bahnbrechend gelten, sie haben sich bis heute ihre Lebendigkeit, ihre innovatorische Frische, ihren Humor und Sarkasmus und ihre herausfordernde Kraft bewahrt. Bei seinen späteren Filmen fasziniert die Kraft der Synthese und Verschmelzung ganz verschiedener künstlerischer Impulse und ihre Umsetzung in kinematographische Formen, ganz besonders gilt dies für Richters in den USA entstandenen Film DREAMS THAT MONEY CAN BUY, den man als Klassiker des surrealistischen Kinos bezeichnen kann.
Hans Richters Werk hat - bedingt nicht zuletzt, nach Richters Emigration aus Deutschland, durch seinen langjährigen Aufenthalt in den USA - einen starken Einfluß auf die amerikanische Filmavantgarde ausgeübt, Bilder und Spuren von Hans Richter finden sich zum Beispiel bei Jonas Mekas und Gregory Markopoulos.“ (Ulrich Gregor)
Deutschland
1930
Kleine Symphonie von Tages-Ereignissen, nach Bewegungsrhythmen komponiert; Reklamefilm für die "Kölnische Illustrierte Zeitung".